Nachdem ich im ersten Teil der Artikelserie zum webEdition Shop-Modul auf die Grundlagen und Möglichkeiten eingegangen bin, möchte ich nun zeigen, was zu beachten ist wenn der Online-Shop mit webEdition realisiert werden soll. Dabei beschränke ich mich heute auf die Konfiguration der benötigten Module und Einstellungen.
Abhängig davon, wie später die Artikel des Online-Shops verwaltet werden sollen, werden folgenden webEdition Systemkomponenten benötigt:
- webEdition Basissystem
- webEdition Shop-Modul
- webEdition Kundenverwaltung
- webEdition DB/Objekt-Modul (optional)
Konfiguration der Systemkomponenten
Als Basis wird natürlich das webEdition CMS an sich benötigt. Bei der Installation ist darauf zu achten, dass die benötigen Module (eventuell auch Newsletter-Modul) gleich mit installiert werden. Weiter ist für das Basissystem nichts zu beachten (außer, dass der Server natürlich alle Systemanforderungen erfüllt).

webEdition Kundenverwaltung
Die webEdition Kundenverwaltung wird benötigt, um die Kundendaten (Lieferadresse, Rechnungsadresse, Login-Daten, etc.) zu speichern. Es ist wichtig, dass diese Daten in der Kundenverwaltung hinterlegt sind, da einige Funktionen des Shop-Moduls sonst nicht funktionieren würden.

webEdition Kundenverwaltung - Felder administrieren
Anzahl, Bezeichnung und Feldtypen (input, number, select, etc.) zur Verwaltung der Kundendaten sind in der webEdition Kundenverwaltung frei definier- und wählbar. Einzelne Felder können gruppiert und unter einem eigenem Tab zusammengefasst werden. Denkbar wären z.B. “Kontakt”, “Rechnung”, “Anrede”, “Newsletter”, etc. Für eine Länder- und Sprachauswahl gibt es die ISO-kodierten Feldtypen “language” und “country”. Sobald ein Kunde eine Bestellung ausgelöst hat, wird in der Kundenverwaltung der zusätzliche Tab “Bestellungen des Kunden” sichtbar.

webEdition Shop-Modul - Einstellungen
Sofern alle benötigen Felder in der Kundenverwaltung angelegt sind, kann die Konfiguration des Shop-Moduls erfolgen. In den Grundeinstellungen des Shop-Moduls werden die Währung eingetragen, das Nummernformat ausgewählt, die für den Bestellprozess relevanten Kundenfelder markiert und die Felder für Land und Sprache aus der Kundenverwaltung zugewiesen. Wird das DB/Objekt-Modul zur Verwaltung der Shop-Artikel verwendet, wird zusätzlich noch die Klassen-ID eingetragen.

webEdition Shop-Modul - Ländereinstellungen
Über einen weiteren Dialog werden die für den Shop benötigten Mehrwertsteuersätze definiert. Wird mehr als ein Steuersatz benötigt (z.B. 19% und 7%), lassen sich die Steuersätze direkt beim Artikel auswählen und zuweisen. Über den Einstellungs-Dialog “Länder” kann festgelegt werden, welche Lände mehrwertsteuerpflichtig sind und welche nicht. Zusätzlich lässt sich auch definieren, unter welchen Voraussetzungen für mehrsteuerpflichtige Länder keine MwSt. anfällt, z.B. bei der Angabe eine USt.-ID .

webEdition Shop-Modul - Versandkosten
Einen ähnlichen Einstellungs-Dialog gibt es auch für die Verwaltung der Porto- und Verpackungskosten. Diese können für jedes Land und für unterschiedliche Bestellwerten separat definiert werden. Basis für die Festlegung ist auch hier wieder das Feld “Land” der Lieferadresse in der Kundenverwaltung. Porto- und Verpackungskosten können als Netto- oder Bruttopreise gespeichert werden, wobei ich empfehle alle Preisangaben (auch Artikelpreise) als Nettopreise zu speichern. Werden die Shop-Artikel EU-weit versandt, kann es sinnvoll sein die Porto- und Verpackungskosten zu unterscheiden nach EU-Mitgliedsstaaten, Nicht-EU-Mitgliedsstaaten (z.B. Schweiz) und Deutschland (hier können oft günstigere oder keine Versandkosten angeboten werden). Außerdem lassen sich die Versandkosten noch nach Bestellwert unterscheiden.

webEdition Shop-Modul - Payment Provider
Sollen die Bezahlsysteme Paypal und/oder Saferpay zum Einsatz kommen, werden die Einstellungen für diese Payment-Provider ebenfalls im Shop-Modul vorgenommen. Zunächst werden die Felder für die Übermittlung der Kontaktdaten aus der Kundenverwaltung ausgewählt. Anschließend die Parameter für die beiden Bezahlvarianten. Bei Paypal kann zwischen einem Test- und Produktiv-Account unterschieden werden. Es wird lediglich die Länderkennung und die Email-Adresse des Paypal-Accounts benötigt. Die Einstellungen für das Saferpay-Modul sind etwas umfangreicher. Zudem muss für die vorkonfigurierte Nutzung von Saferpay auf dem Server eine Saferpay Application Componente (SAC) installiert werden.
Bei der Konfiguration des Shop-Moduls wird deutlich, dass viele Einstellungen auf den Feldern der Kundenverwaltung basieren. Daher ist es sinnvoll zunächst die Konfiguration der Kundenverwaltung vorzunehmen und sich dann mit dem Shop-Modul zu befassen.
Bei weiteren Fragen zu webEdition und/oder dem webEdition Shop-Modul stehe ich jederzeit gerne zur Verfügung!


In der letzten Woche hatte ich auf der CeBIT Gelegenheit mit Herrn Knäpper von der Six offene Systeme GmbH über die neuen Funktionen der voraussichtlich im Sommer erscheinenden Version 8 von SixCMS zu sprechen. Neben zahlreichen Erweiterungen, die vor allen Entwickler interessieren dürften, wie z.B. “echte if, else und conditions” in Templates möglich, neue REST API, PHP API Erweiterung und Profiler-Informationen für erleichtertes Debugging, gibt es weitere spannende Neuerungen.