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webEdition Shop-Modul – Teil 2 Konfiguration

17 Jul 2011

Nachdem ich im ersten Teil der Artikelserie zum webEdition Shop-Modul auf die Grundlagen und Möglichkeiten eingegangen bin, möchte ich nun zeigen, was zu beachten ist wenn der Online-Shop mit webEdition realisiert werden soll. Dabei beschränke ich mich heute auf die Konfiguration der benötigten Module und Einstellungen.

Abhängig davon, wie später die Artikel des Online-Shops verwaltet werden sollen, werden folgenden webEdition Systemkomponenten benötigt:

  1. webEdition Basissystem
  2. webEdition Shop-Modul
  3. webEdition Kundenverwaltung
  4. webEdition DB/Objekt-Modul (optional)

 

Konfiguration der Systemkomponenten

Als Basis wird natürlich das webEdition CMS an sich benötigt. Bei der Installation ist darauf zu achten, dass die benötigen Module (eventuell auch Newsletter-Modul) gleich mit installiert werden. Weiter ist für das Basissystem nichts zu beachten (außer, dass der Server natürlich alle Systemanforderungen erfüllt).

webEdition Kundenverwaltung

Die webEdition Kundenverwaltung wird benötigt, um die Kundendaten (Lieferadresse, Rechnungsadresse, Login-Daten, etc.) zu speichern. Es ist wichtig, dass diese Daten in der Kundenverwaltung hinterlegt sind, da einige Funktionen des Shop-Moduls sonst nicht funktionieren würden.

webEdition Kundenverwaltung - Felder administrieren

Anzahl, Bezeichnung und Feldtypen (input, number, select, etc.) zur Verwaltung der Kundendaten sind in der webEdition Kundenverwaltung frei definier- und wählbar. Einzelne Felder können gruppiert und unter einem eigenem Tab zusammengefasst werden. Denkbar wären z.B. “Kontakt”, “Rechnung”, “Anrede”, “Newsletter”, etc. Für eine Länder- und Sprachauswahl gibt es die ISO-kodierten Feldtypen “language” und “country”. Sobald ein Kunde eine Bestellung ausgelöst hat, wird in der Kundenverwaltung der zusätzliche Tab “Bestellungen des Kunden” sichtbar.

webEdition Shop-Modul - Einstellungen

Sofern alle benötigen Felder in der Kundenverwaltung angelegt sind, kann die Konfiguration des Shop-Moduls erfolgen. In den Grundeinstellungen des Shop-Moduls werden die Währung eingetragen, das Nummernformat ausgewählt, die für den Bestellprozess relevanten Kundenfelder markiert und die Felder für Land und Sprache aus der Kundenverwaltung zugewiesen. Wird das DB/Objekt-Modul zur Verwaltung der Shop-Artikel verwendet, wird zusätzlich noch die Klassen-ID eingetragen.

webEdition Shop-Modul - Ländereinstellungen

Über einen weiteren Dialog werden die für den Shop benötigten Mehrwertsteuersätze definiert. Wird mehr als ein Steuersatz benötigt (z.B. 19% und 7%), lassen sich die Steuersätze direkt beim Artikel auswählen und zuweisen. Über den Einstellungs-Dialog “Länder” kann festgelegt werden, welche Lände mehrwertsteuerpflichtig sind und welche nicht. Zusätzlich lässt sich auch definieren, unter welchen Voraussetzungen für mehrsteuerpflichtige Länder keine MwSt. anfällt, z.B. bei der Angabe eine USt.-ID .

webEdition Shop-Modul - Versandkosten

Einen ähnlichen Einstellungs-Dialog gibt es auch für die Verwaltung der Porto- und Verpackungskosten. Diese können für jedes Land und für unterschiedliche Bestellwerten separat definiert werden. Basis für die Festlegung ist auch hier wieder das Feld “Land” der Lieferadresse in der Kundenverwaltung. Porto- und Verpackungskosten können als Netto- oder Bruttopreise gespeichert werden, wobei ich empfehle alle Preisangaben (auch Artikelpreise) als Nettopreise zu speichern. Werden die Shop-Artikel EU-weit versandt, kann es sinnvoll sein die Porto- und Verpackungskosten zu unterscheiden nach EU-Mitgliedsstaaten, Nicht-EU-Mitgliedsstaaten (z.B. Schweiz) und Deutschland (hier können oft günstigere oder keine Versandkosten angeboten werden). Außerdem lassen sich die Versandkosten noch nach Bestellwert unterscheiden.

webEdition Shop-Modul - Payment Provider

Sollen die Bezahlsysteme Paypal und/oder Saferpay zum Einsatz kommen, werden die Einstellungen für diese Payment-Provider ebenfalls im Shop-Modul vorgenommen. Zunächst werden die Felder für die Übermittlung der Kontaktdaten aus der Kundenverwaltung ausgewählt. Anschließend die Parameter für die beiden Bezahlvarianten. Bei Paypal kann zwischen einem Test- und Produktiv-Account unterschieden werden. Es wird lediglich die Länderkennung und die Email-Adresse des Paypal-Accounts benötigt. Die Einstellungen für das Saferpay-Modul sind etwas umfangreicher. Zudem muss für die vorkonfigurierte Nutzung von Saferpay auf dem Server eine Saferpay Application Componente (SAC) installiert werden.

Bei der Konfiguration des Shop-Moduls wird deutlich, dass viele Einstellungen auf den Feldern der Kundenverwaltung basieren. Daher ist es sinnvoll zunächst die Konfiguration der Kundenverwaltung vorzunehmen und sich dann mit dem Shop-Modul zu befassen.

Bei weiteren Fragen zu webEdition und/oder dem webEdition Shop-Modul stehe ich jederzeit gerne zur Verfügung!

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WordPress: ‘wp_comments’ is marked as crashed

14 Jul 2011

Bei einem WordPress Projekt ist der Fehler aufgetreten, dass es nicht mehr möglich war Kommentare abzugeben. Bei einem genaueren Blick auf die Datenbank via phpMyAdmin stellte sich heraus, dass die Tabelle mit den Kommentaren “comments” defekt war.

Leider war es im vorliegenden Fall nicht mehr möglich die defekte Tabelle mit den Boradmitteln von phpMyAdmin zu reparieren. Somit musste die Reparatur via Konsole erfolgen. Das Projekt befindet sich auf einem DF Managed Server. Um Zugriff auf den Datenbankserver via Konsole zu erhalten, muss man einen Tunnel aufbauen:

ssh -l $sshUsername -L 3306:127.0.0.3:3306 www.domain.tld

Statt “127.0.0.3″ als Host anzugeben, kann auch “localhost” möglich sein. Anschließend kann man mit mysqlcheck die defekte Tabelle reparieren:

mysqlcheck -r -u $dbUsername -h mysql5.www.domain.tld -p $dbName

Der Parameter “-r” sorgt dafür, dass versucht wird die defekte Tabelle zu reparieren. Mit “-u” wird der Datenbank-Username der zu reparierenden Datenbank angegeben. Mit “-h” wird der Host angegeben auf dem der MySQL-Server läuft, wenn es nicht localhost ist. Mit -p wird eine Passworteingabe angefordert und der letzte Parameter ist der Name der betroffenen Datenbank.

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webEdition Shop-Modul – Teil 1 Grundlagen

19 Jun 2011

Da es derzeit sehr schwer ist Informationen zum webEdition Shop-Modul zu finden, werde ich in einer mehrteiligen Artikelserie meine Erfahrungen und Grundlagen zum Shop-Modul veröffentlichen. Der erste Artikel befasst sich mit den Grundlagen und dem Leistungsumfang des webEdition Shop-Moduls.

Grundlagen und Leistungsumfang des webEdition Shop-Moduls

Das Shop-Modul ist, wie der Name bereits erahnen lässt, ein Zusatzmodul, dass bei jeder webEdition-Installation bei Bedarf installiert werden kann. Betrachtet wir das Shop-Modul unabhängig von anderen webEdition Zusatzmodulen, besteht der Funktionsumfang aus:

  1. Der Erfassung und Bearbeitung von Bestellungen
  2. Dem manuellen und/oder automatischen Versand von Status-Mails (Bestellbestätigung, Bearbeitungs-Status etc.)
  3. Der Verwaltung von MwSt.-Sätzen, sowie Porto- und Verpackungsinformationen
  4. Konfiguration der Payment-Provider Paypal und Saferpay
  5. Frei definierbare Textfelder pro Bestellung und/oder Artikel im Warenkorb (z.B. Freitext Kundenanmerkungen)

Demnach ist das Shop-Modul von der Bedienung und der Anwendung sehr einfach. Anhand der Funktionsübersicht lässt sich aber auch ableiten, dass sich mit Shop-Modul allein kein Online-Shop umsetzen lässt. Um ein Online-Shop mit webEdition und dem Shop-Modul realisieren zu können, gibt es zwei Möglichkeiten:

  1. Die Artikel- und Kundenverwaltung erfolgt in einem externen Warenwirtschaftssystem, was voraussetzt, dass die Anbindung des Warenwirtschaftssystems an webEdition programmiert werden muss, oder
  2. Es wird webEdition für die Artikelverwaltung auf Dokumentenebene oder das webEdition DB/Objekt-Modul für die Artikelverwaltung auf Objektebene und das webEdition Modul “Kundenverwaltung” für die Kundenverwaltung genutzt.

Welche der beiden Varianten wann einzusetzen ist, steht im Zusammengang mit der Anzahl der Produkte (Artikel), dem Vorhandensein einer Warenwirtschaft, der Anbindung von Payment-Providern etc. Handelt es sich eher um einen Online-Shop mit einer “überschaubaren” Anzahl an Produkten (Artikeln) und sollen als Payment-Provider neben Paypal und Saferpay nur wenige weitere hinzukommen, lässt sich der Online-Shop wie unter 2. beschrieben umsetzten.

Online-Shop mit webEdition Shop-Modul + webEdition Kundenverwaltung

Durch die Kombination aus webEdition + webEdition DB/Objekt-Modul (optional) + webEdition Shop-Modul + webEdition Kundenverwaltung erweitert sich der Funktionsumfang wie folgt:

  • Artikel-Varianten für Produkte (unabhängig, ob Dokumenten- oder Objekt-basiert)
  • Verwaltung von Kunden mit individuell einstellbaren Attributen (z.B. Liefer- und Rechnungsadressen, Kundengruppen, Sprache, Login-Informationen, Verknüpfung von Bestellung und Kunde)

Die Produkte können mit webEdition als Dokumente oder als Objekte verwaltet werden. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass beim Verkauf von nur einem oder sehr wenigen unterschiedlichen Produkten, Dokumente die bessere Wahl sind. Sollen viele unterschiedliche Produkte mit stark unterschiedlichen Produkteigenschaften verkauft werden, sollte die Produkt- bzw. Artikelverwaltung mit dem DB/Objekt-Modul erfolgen. Unabhängig von der Umsetzung können mit webEdition Artikel-Varianten erstellt und verwaltet werden. Somit müssen Produkte, die in unterschiedlichen Farben, Preisen und/oder Größen verfügbar sind, nicht mehrmals angelegt werden, sondern nur die Eigenschaften, die sich pro Variante unterscheiden.

Was leistet das webEdition Shop-Modul nicht?

Bevor die Entscheidung auf das webEdition Shop-Modul fällt, sollte klar sein, was das Shop-Modul aktuell nicht “out of the Box” leistet:

  • Es gibt keinen vorgefertigen Bestellprozess, d.h. die einzelnen Schritte einer Bestellung (Artikelauswahl, Warenkorb, Kundendaten, Bezahlung) müssen unter Verwenung von bereits enthaltenen webEdition-Tags (Funktionen) programmiert werden. Dadurch erhält man die maximale Flexibilität bei der Gestaltung des Bestellprozesses und beim Design
  • Neben Rechnung, Paypal und Saferpay gibt es derzeit keine vorgefertigten Bezahlfunktionen. Soll die Bezahlung per Lastschrift, Kreditkarte oder anderen Bezahlmethoden erfolgen, müssen diese über die API der entsprechenden Payment-Provider programmiert werden.
  • Es gibt keine Gutschein- oder Rabatt-Funktionen
  • PDF-Rechnungen können nicht automatisiert erstellt werden. Es besteht aber die Möglichkeit Rechnungen als Text- oder HTML-Email zu versenden, die dann ausgedruckt werden können. Sollen automatisiert PDF-Rechnungen erstellt werden, benötigt man dazu spezielle PDF-Bibliotheken (z.B. mPDF), die auf dem Webserver installiert sein müssen.
  • Unterschiedliche Versandarten (z.B. Standard, Express, Versichert) werden derzeit nicht unterstützt, lassen sich aber mit einem “Workaround” umsetzen.

Bei weiteren Fragen zu webEdition und/oder dem webEdition Shop-Modul stehe ich jederzeit gerne zur Verfügung!

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Vortrag “Wettbewerbsvorteile durch Einbeziehung des Kunden” auf der IT-Profits 2011

19 Jun 2011

Auf der diesjährigen IT-Profits hatte ich die Gelegenheit einen kurzen Vortrag mit dem Titel “Wettbewerbsvorteile durch Einbeziehung des Kunden” im Panel CRM, Kundenmanagement und Vertrieb zu halten. Bei dem Vortrag werden Möglichkeiten beschrieben, die Inhalte einer Webseite durch externe Datenquellen zu ergänzen und dadurch Wettbewerbsvorteile zu erzielen. Der gesamte Vortrag wurde als Video festgehalten.

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CMS webEdition aktiv Mitgestalten vom 25.03. bis 27.03.2011

17 Mrz 2011

In gut 10 Tagen findet die nächste webEdition Mitgliederversammlung in Berlin statt. Im Vorfeld werden an diesem Wochenende Workshops stattfinden, die sich mit der strategischen Weiterentwicklung des Open Source Content Management Systems befassen. Dies ist eine sehr gute Möglichkeit bisher ermittelte Anforderungen gemeinsam zu sammeln und zukünftig funktionell verfügbar zu machen.

Diese Workshops und auch die Mitgliederversammlung sind nicht nur für Agenturen und freiberufliche Dienstleister interessant sondern ermöglichen auch Unternehmen, die bereits webEdition einsetzen und auch zukünftig einsetzen möchten, ihren Bedarf an weiteren Funktionen mitzuteilen. Wer die Gelegenheit nutzen möchte, kann sich unter der Email-Adresse weTag@webEdition.org anmelden.

Bei speiziellen Fragen zum CMS webEdition stehe ich jederzeit gerne zur Verfügung.

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CeBIT-Nachlese: Vorschau auf SixCMS 8

07 Mrz 2011

In der letzten Woche hatte ich auf der CeBIT Gelegenheit mit Herrn Knäpper von der Six offene Systeme GmbH über die neuen Funktionen der voraussichtlich im Sommer erscheinenden Version 8 von SixCMS zu sprechen. Neben zahlreichen Erweiterungen, die vor allen Entwickler interessieren dürften, wie z.B. “echte if, else und conditions” in Templates möglich, neue REST API, PHP API Erweiterung und Profiler-Informationen für erleichtertes Debugging, gibt es weitere spannende Neuerungen.

Für mich sehr interessant ist das neue PluginCenter. Darüber wird es zukünftig möglich sein Anwendungen gekapselt in SixCMS zu integrieren. Zu Beginn des PluginCenters werden einige kostenlose (Twitter-Plugin) und kostenpflichtige Plugins von Six bereitgestellt. Ob und inwieweit Drittanbieter Plugins erstellen können, ist derzeit leider noch nicht absehbar. Ich denke, dass das PluginCenter – sofern Drittanbieter Plugins erlaubt werden, sehr spannend sein kann.

Die aus SixCMS 7.2 bekannten “Externen Container” werden nun um einen schreiben Zugriff erweitert. Bisher war es nur möglich lesend auf die Daten zuzugreifen. Dadurch können die Daten aus Drittanwendungen direkt über die SixCMS Administrationsoberfläche manipuliert werden.

SixCMS bekommt uch einen komplett neuen WYSIWYG-Editor, den ich mir leider noch nicht im Detail anschauen konnten. Außerdem wird es möglich sein Video- und Flash-Content noch einfacher einzubinden. Was mich (und bestimmt auch andere Mac-Anwender) persönlich besonders freut, ist die zukünfitge Unterstützing von Safari im SixCMS Backend.

Alle wesentlichen Neuerungen hat Six im Überblick auf der eigenen Webseite veröffentlicht.

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SocialMediaConference 2011 in Hamburg – was wirkt und was bleibt

20 Feb 2011

Ein langer Tag mit durchwachsenden Präsentationen neigte sich dem Ende. Für mich war es der erste Besuch einer Social Media Conference und ich war auch nur am zweiten von beiden Tagen dort. Den Tweets (Twittersuche: #smc10) zufolge durfte ich auch die wesentlich besseren Präsentationen erleben. Einen Bericht (Resümee) über den ersten Tag gibt es bei André zu lesen.

Insgesamt gab es zehn Vorträge mit viel versprechenden Themen:

  1. Erfahrungsbericht Facebook – was wirkt und was uns erwartet
  2. Social Media braucht neue Messgrößen
  3. BMW-Motorrad in Social Media – a success story
  4. Kundensupport wird öffentlich “Chancen und Risiken für Unternehmen im Social Media Zeitalter”
  5. Crowdsourcing als wichtiger Baustein der virtuellen Wertschöpfungskette für Social Media
  6. Warum Word of Mouth der “Treibstoff” für Social Media ist
  7. Mobile Social Media – Wie Marken mobile Communities nutzen
  8. Check-In, QR-Code & Co. – Welche Chancen bieten Location Based Social Networks an Standorten
  9. Strategie oder taktisches Geplänkel: Eine Bestandsaufnahme in der Unternehmenskommunikation deutscher B2B-Unternehmen
  10. Erfolgreicher Aufbau einer Community im B2B-Umfeld

Die ersten fünf Beiträge waren allesamt sehr interessant und auch ansprechend präsentiert. Ausgenommen die Folien vom BMW-Vortrag, die niemand lesen konnte (dunkle Schrift auf dunklem Hintergrund).

Beim ersten Vortrag sieht der Referent Max Hoffmann-Dose das Potenzial von Facebook in der Integration in Webseiten, die über den Like-Button und Kommentarmöglichkeiten hinausgehen. Bei der Umsetzung von Facebooks-Apps sollte seiner Erfahrung nach nicht die Marke sondern ein Statement transportiert werden. Zudem sollte die Anwendung so konstruiert sein, dass sie Pinnwand-Einträge erzeugt. Abschließend stellt er noch die Frage, ob man Social Media (wirklich) outsourcen kann, was aus seiner Erfahrung derzeit bei deutschen Unternehmen bevorzugt wird.

Der Vortag “Social Media braucht neue Messgrößen” war für mich sehr interessant, da ich mich wissenschaftlich mit Erfolgsfaktoren bei der Nutzung und Integration von sozialen Netzen befasse. Eine der wesentlichen Aussagen war: “Wir müssen Social Media Aktivitäten messen, weil wir dafür Geld benötigen.” Interessant war auch, dass trotz aller neumodischen Kenngrößen auch im Social Media Bereich der ROI die ausschlaggebende ist. Eine der meist zitierten Aussagen von ihm im Twitter-Channel war “Social Media ist Liebe und liebe kann man nicht messen.” Daher ist die wichtigste Voraussetzung zur Messung das Festlegen von Zielen und diese müssen lt. Christian Egli strategisch, relevant, konkret und quantifizierbar sein.

Obwohl die Folien von Tino Kuehnel von der BMW Group unterirdisch und nicht lesbar waren, hatte er doch einiges Interessantes zu berichteten. BMW will mit seinen Facebook-Aktivitäten die Kunden in einem lokalen Umfeld bedienen. Mit Facebook lassen sich seiner Meinung nach ortsbasierte Kampagnen am erfolgreichsten umsetzen. Neben den eigenen offiziellen Facebook-Fanseiten gibt es noch weitere User-initiierte Fanpages, die teilweise von BMW supported werden. Was er bzw. BMW – und auch im letzten Vortrag von BASF bestätigt wurde -  feststellte, ist eine Art Positivkultur in den Kommentaren und Beiträgen von Nutzern. Auch wenn BMW einen großen Etat in soziale Netzwerke investiert, nennt Tino Kuehnel Glück als einen wesentlichen Faktor bei viralen Kampagnen in sozialen Netzwerken …

Einer der besten Vorträge an diesem Tag war Kundensupport wird öffentlich “Chancen und Risiken für Unternehmen im Social Media Zeitalter” von Kerstin Schumann. Das Versandhaus OTTO nutzt die sozialen Medien Facebook und Twitter, um Kundenanfragen direkt und innerhalb kürzester Zeit beantworten zu können. Dazu arbeitet ein acht Personen-Team im 24/7 Stundensupport und überwacht alle Aktivitäten in den sozialen Netzwerken. Dazu hat OTTO ein eigenes Framework auf Basis von CoTweet entwickelt, um Anfragen intern zu managen. Kerstin Schumann hat an OTTO gezeigt, wie authentisch, offen und zeitnah eine Kommunikation in sozialen Netzwerken vonstatten gehen kann und war dabei selbst sehr authentisch – Applause!

Der letzte Vortrag am Vormittags-Block behandelte das Thema Crowdsourcing. Michael Gebert stellte einige Plattformen vor, die sich unter anderem mit Produktentwicklung und Vertrieb von Mode befassen. Seiner Meinung nach (er schreibt eine Dissertation zum Thema Crowdsourcing) hat Crowdsourcing das Potenzial ein Großteil der herkömmlichen Marktforschung zu verdrängen. Ich selbst bin bereits mit der Plattform 12designers.com in Berührung bekommen und sehe gerade für Freiberufler und Selbstständige einige Möglichkeiten das Arbeiten in Netzwerken effektiv zu gestalten.

Nach der Mittagspause ließen die Qualität der Vorträge (inhaltlich) und der Vortragenden (sprachlich) leider sehr nach. Die Vorträge Mobile Social Media – Wie Marken mobile Communities nutzen und Check-In, QR-Code & Co. – Welche Chancen bieten Location Based Social Networks an Standorten ließen viel hoffen, aber es ist leider nicht viel hängen geblieben, außer dass es Foursquare und Facebook Places gibt. Der erste Referent Max Hoffmann-Dose sagte sogar in der Pause: “Ich fand Location Based Social Networks sehr cool und interessant, aber nach den Vorträgen ist das Gegenteil der Fall” …

Glücklicherweise war der letzte Vortrag Erfolgreicher Aufbau einer Community im B2B-Umfeld am Beispiel von BASF ein krönender Abschluss. Patrick Schmidt-Kühnle hat anschaulich gezeigt, wie sich soziale Netzwerke im B2B Umfeld unter Beachtung einer fünf Punkte Liste erfolgreich nutzen lassen:

  1. Einfach mit Social Media starten
  2. In Kontakt treten
  3. Offen sein
  4. Feedback ernst nehmen
  5. Management mitnehmen

Dazu fällt mir ein: “oft ist einfach auch einfach genial”

Auch wenn mich nicht alle Themen und Redner mitreißen konnten, war es für mich ein sehr interessanter Tag mit vielen neuen Eindrücken. An dieser Stelle kann ich dem Fazit von Anna-Lena Radünz nur zustimmen, es ist sehr schwer ein so hetrogenes Zielpublikum stetig mit relevanten Themen und Vorträgen zu versorgen. Auch wenn die Kritik an einigen Vorträgen sehr deutlich war, würde ich die SocialMediaConference insgesamt positiv bewerten. Und zum Schluss noch mein absoluter Lieblingssatz auf der Konferenz von Christian Egli: “Wir wollen auf Facebook ist kein Ziel!”

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